Fünf wirklich schwarze Fakten über den Black Friday

Am 25. November ist wieder Black Friday. Es ist einer der umsatzstärksten Tage des Jahres sowohl für den stationären Handel als auch für Onlineshops. Doch hinter den zahlreichen Schnäppchen, die dieser Tag ein Monat vor Weihnachten mit sich bringt steht nicht umsonst die Farbe Schwarz. Deshalb hier fünf schwarze Fakten über den Black Friday, die dir zeigen, was wirklich hinter den Schnäppchen steckt.

Fakt 1: Menschen und ihre Ausgaben werden ferngesteuert

In der ganzen Vorfreude und Planung die besten Schnäppchen abzustauben, vergessen viele die Schattenseiten, die dieser spezielle Tag mit sich bringt. Denn letztlich wird der Black Friday vor allem durch Angebot und Nachfrage angefeuert. In den USA und auch in Mitteleuropa wird der Handel durch einige wenige Preissetzungsunternehmen bestimmt. Diese regieren über Milliarden von Euro und mit den Rabatten am Black Friday steuern und manipulieren diese auch die Ausgaben jedes Einzelnen, der an diesem Tag einkauft. Die Unternehmen tun dies ganz bewusst, um ihre Lager zu leeren. Die Menschen nehmen diese bewusste Manipulation entweder einfach hin, oder bemerken diese gar nicht erst.

Fakt 2: Der Black Friday ist ein Feiertag für den Überfluss

Die Märkte sind bei uns geradezu gesättigt. Anlässe wie der Black Friday sollen die Menschen zum Kaufen motivieren und dazu ihr wertvolles Geld auszugeben. Wir sind es gewohnt, dass wir alles mit wenigen Mausklicks bekommen können, was wir möchten. Damit ist uns einerseits ein großes Geschenk gegeben, andererseits macht es den Menschen aber auch bequemer. Kürzere Wegen bedeuten, dass wir auch weniger tun müssen um zu bekommen, was wir möchten. Wir müssen kaum Wege auf uns nehmen. Theoretisch müssen wir nur einer gewissen “Alexa“ sagen was wir wollen und wenige Tage später klingelt es an der Tür. Oft kaufen wir in diesem Überfluss der uns geboten wird Dinge, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Aktionen wie der Black Friday suggerieren ein Verlangen, das oft in Wirklichkeit gar nicht existiert. Du wirst vielleicht bemerken, dass du etwas zu Black Friday siehst, das du gerne hättest. Nur wenige Wochen später wirst du vielleicht feststellen, dass du es gar nicht gebraucht hättest.

Fakt 3: Die Inflation sorgt für noch mehr Konsum am Black Friday

Mittlerweile dürfte jeder die Auswirkungen der Inflation mehr oder weniger zu spüren bekommen haben. Die signifikanten Preissteigerungen in vielen lebensnotwendigen Bereichen wie Strom, Treibstoff, Gas, oder Lebensmittel bringt immer mehr Menschen an den Rand ihrer Existenz und davon sind nicht nur Niedrigverdiener massiv betroffen. Auch die Mittelschicht ist zunehmend zum Handeln gezwungen, um nicht in finanzielle Notlagen zu geraten. Da sich viele Menschen nun schon einfache Dinge nicht mehr leisten können, warten sie förmlich auf den Black Friday, um Dinge zu kaufen, die sie tatsächlich schon länger brauchen. Dazu gehören nicht nur Laptops oder Smartphones. Schon einfache Haushaltsgeräte wie akkubetriebene Zahnbürsten oder Rassierer, aber auch Kaffeemaschinen oder Standmixer können viele nicht mehr zu Handelspreisen kaufen. Der Handel erwartet folglich in diesem Jahr Umsätze am Black Friday wie nie zuvor.

Fakt 4: Der Black Friday ist vor allem fürs Klima ein rabenschwarzer Tag

Die Mehrheit der Kunden kauft am Black Friday online ein. Mit dem Onlinehandel entstehen aber oft lange Lieferwege. Artikel legen binnen kurzer Zeit hunderte Kilometer zurück, um schnell beim Kunden zu sein. Müssen Kunden unpassendes zurückschicken schlägt das dem Klima gleich doppelt zu Buche. Durch den hohen Konsum und Handel am Black Friday werden die CO2-Emissionen auf den Lieferwegen entsprechend explodieren. Dem Klima und vermutlich auch Frau Greta Thunberg wird der Black Friday also völlig zurecht ein Dorn im Auge sein. Von fragwürdigem Klimaaktivismus sei an dieser Stelle aber dennoch abgeraten. Tomatensuppe wurde schließlich nicht erfunden, um damit Kunstwerke zu bekleckern. Auch brauchst du dich nicht irgendwo festkleben, sei es an einer Wand oder auf einer Straße.

Fakt 5: Schnäppchen ist nicht gleich Schnäppchen

Der Handel und vor allem die bereits genannten Preissetzungsunternehmen sind kreativ, wenn es darum geht Kunden zum Kauf zu locken. Die Kreativität geht dabei aber oft so weit, dass Kunden schlichtweg betrogen werden und das ohne rechtliche Folgen für das Unternehmen. Studien haben bewiesen, dass Kunden am Black Friday oft nicht mehr sparen als an anderen Tagen im Jahr. Ein verlockendes Angebot sieht oft nur so aus, als wäre es super günstig. Bestimmt kennst du Angebote wo bei einem Produkt der Originalpreis, also die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers durchgestrichen ist, und dieses mit einem günstigeren Preis verkauft wird. Das Problem ist, dass diese Preisempfehlung enorm hoch angesetzt wird und das Produkt zu keinem Zeitpunkt, also auch nicht nach dem Black Friday, zu dem ursprünglichen Verkaufspreis angepriesen wird. Die tatsächliche Ersparnis von angeblich 50 Prozent oder mehr fällt in Wirklichkeit also deutlich geringer aus.

Fazit ist also, dass der Black Friday nicht nur Gutes mit sich bringt. Dieser Artikel ist gibt nur einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Shopping-Events. Von Menschenrechten und Arbeitsbedingungen haben wir zum Beispiel gar nicht gesprochen. Das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Hinter all den Schnäppchen stecken jedenfalls oft eine ganze Reihe versteckter Manipulationen, die uns zum Kauf animieren sollen. Gut beraten ist, wer an diesem Tag wirklich nur kauft, was wirklich dringend gebraucht wird und sich nicht zu ungewollten Käufen hinreißen lässt, nur weil ein vermeintliches Schnäppchen dazu verleitet und an Weihnachten geht es schließlich auch um mehr, als um die Anzahl der Geschenke unter dem Weihnachtsbaum.

Veröffentlicht von natural_philipp

mit der Natur verbunden

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